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Ratgeber

Nachhaltige Weihnachtsfeier: weniger Aufwand, gute Ideen

Eine nachhaltige Weihnachtsfeier beginnt bei kurzen Wegen, einem durchdachten Essen und passenden Mengen. Praktische Entscheidungen für Anreise, Geschenke und Dekoration.

Von Redaktion Weihnachtsfeiern Augsburg · Veröffentlicht 24. Oktober 2026 · Aktualisiert 27. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Geschwungene Girlande aus geometrischen grünen Blättern und roten Beeren mit Goldstern.

Für eine nachhaltige Weihnachtsfeier wählen Sie einen gut erreichbaren Treffpunkt, bestellen Essen nach verbindlichen Rückmeldungen und nutzen vorhandene Dekoration. Prüfen Sie diese drei Entscheidungen zuerst, bevor Sie neue Geschenke, Verpackungen oder Tischschmuck einkaufen.

Inhalt

Erst die Wege anschauen

Bevor Sie über Servietten nachdenken, nehmen Sie die Gästeliste zur Hand: Wo wohnen die Menschen, wo endet ihr Arbeitstag, und wie kommen sie wieder nach Hause? Ein scheinbar zentraler Treffpunkt kann für eine Gruppe aus Gersthofen umständlich sein. Umgekehrt hilft ein abgelegener Ort wenig, wenn die Hälfte der Gäste ohne Auto anreist.

Lassen Sie sich tatsächliche Verbindungen für den vorgesehenen Wochentag zeigen. Die Tram in die Augsburger Innenstadt kann gut passen, solange auch der letzte Abschnitt zur Wohnung geklärt ist. Schreiben Sie in die Einladung eine brauchbare Anreisemöglichkeit und einen Hinweis zur Rückfahrt. Ein bloßes „mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar“ nimmt niemandem die Suche ab.

Ausflug oder kurzer Weg?

Ein Ausflug ins Allgäu kann für eine bestimmte Gruppe genau richtig sein. Er braucht aber einen nachvollziehbaren Anlass und einen gemeinsamen Fahrplan. Prüfen Sie erst, ob sich Fahrzeuge teilen oder eine Gruppenfahrt organisieren lassen, bevor alle einzeln losfahren.

Bei Fahrgemeinschaften gehören Treffpunkt und Rückfahrt zusammen. Die Person, die hinfährt, sollte nicht stillschweigend für jede Heimfahrt verantwortlich sein. Fragen Sie das ausdrücklich ab und lassen Sie eine Absage zu.

Das Essen braucht eine klare Bestellung

Ein nachhaltigeres Weihnachtsessen beginnt nicht mit Verzichtsrhetorik, sondern mit einer guten Auswahl. Bieten Sie ein vollwertiges pflanzliches Gericht an, das geschmacklich für sich steht. Ein Teller Beilagen, nachdem der Braten weggelassen wurde, überzeugt selten jemanden.

Sprechen Sie mit der Küche über saisonale Zutaten und darüber, was für die Gruppengröße gut vorbereitet werden kann. „Regional“ ist dabei eine Rückfrage wert: Welche Zutaten sind gemeint? Eine konkrete Auskunft hilft mehr als ein pauschales Versprechen. Eine umfassende Umweltbilanz lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Lassen Sie sich erklären, welche Mengen die Küche anhand Ihrer Bestellung vorbereitet. Eine kleine, vorab abgestimmte Auswahl erleichtert diese Absprache. Für Buffetgerichte können Sie fragen, was erst bei Bedarf nachgelegt wird und was bereits vollständig vorbereitet sein muss.

Notieren Sie die Angaben sorgfältig, aber fragen Sie nur nach dem, was für die Bewirtung benötigt wird. Niemand muss der gesamten Kollegschaft seine Ernährung erklären.

Mengen nach Rückmeldung statt nach Hoffnung

Der Kollege, der erst zusagt und dann kurzfristig auf Dienstreise muss, gehört in jede Planung. Vereinbaren Sie deshalb vorab, bis wann die Personenzahl angepasst werden kann. Erinnern Sie die Gäste kurz vor dieser Frist an ihre Rückmeldung.

  • Fragen Sie nach Portionsgrößen und danach, ob Nachschlag angeboten werden kann.
  • Besprechen Sie bei einem Buffet kleinere Nachlegeeinheiten statt einer sofort vollständig gefüllten Auslage.
  • Klären Sie, ob und unter welchen Bedingungen übrig gebliebene Speisen mitgenommen werden dürfen.
  • Benennen Sie eine Person, die Änderungen gesammelt an die Küche weitergibt.

Mitnehmen ist keine Garantie gegen Lebensmittelreste. Kühlung, Transport und die Art der Speisen müssen dazu passen. Bringen Sie Behälter nur nach Absprache mit; ein ungeplanter Verpackungsberg am Ende des Abends löst das Problem nicht.

Geschenke dürfen auch wegfallen

Die ehrlichste Frage lautet: Würde jemand dieses Geschenk auch haben wollen, wenn es nicht kostenlos auf seinem Platz läge? Bei manchen Werbeartikeln kennen Sie die Antwort bereits.

Ein kleines, bewusst ausgewähltes Geschenk kann Freude machen. Vier austauschbare Kleinigkeiten bleiben vier Dinge, die produziert, verpackt und transportiert werden. Legen Sie lieber ein gemeinsames Prinzip fest: etwas Verbrauchbares, etwas bereits Vorhandenes oder gar kein individuelles Präsent.

Beim Wichteln passen gebrauchte, gut erhaltene Gegenstände, wenn alle vorher wissen, worauf sie sich einlassen. Lassen Sie die Teilnahme offen. Wer nichts mitbringen möchte, sollte weder improvisieren noch sich rechtfertigen müssen.

Auch gemeinsame Zeit kann ein Geschenk sein, doch daraus sollte keine weitere Pflichtveranstaltung werden. Ein zusätzlicher Termin im Januar hilft wenig, wenn die Gruppe gerade wegen voller Kalender klein feiern wollte. Manchmal ist ein handgeschriebener Dank am Platz die passendere Geste.

Dekoration aus dem vorhandenen Bestand

Schauen Sie zuerst in die Kisten vom Vorjahr. Kerzenhalter, Stoffbänder und schlichte Vasen müssen nicht jährlich ersetzt werden, damit ein Tisch festlich aussieht. Unterschiedliche Stücke können zusammenpassen, wenn Sie sich bei Farben und Mengen zurückhalten.

Legen Sie vor dem Einkauf fest, wie die Dekoration nach der Feier aufbewahrt wird. Ein Karton mit Beschriftung und einer kurzen Inhaltsliste verhindert, dass im nächsten Herbst wieder dieselben Dinge gekauft werden. Bei geliehener Ausstattung gehören Rückgabe und Reinigung zur Aufgabe.

Lose Streudekoration ist auf Fotos schnell verteilt und nach dem Essen mühsam eingesammelt. Wir würden sie weglassen. Ein ruhiger Tisch mit Platz für Gläser und Schüsseln wirkt ohnehin einladender als eine Landschaft, durch die das Personal balancieren muss.

Echte Kerzen, Zweige und elektrische Beleuchtung stimmen Sie mit dem Veranstaltungsort ab. Vorhandene Regeln zu offenem Feuer und Fluchtwegen gehen vor jeder Gestaltungsidee.

Machen Sie aus dem Abend keine Umweltprüfung

Eine Feier verliert ihren Charme, wenn Gäste bei jeder Entscheidung öffentlich Rechenschaft ablegen sollen. Wer wegen einer Gehbehinderung das Auto braucht oder aus familiären Gründen früher fährt, gehört selbstverständlich dazu. Bieten Sie Möglichkeiten an, statt moralische Ranglisten aufzustellen.

Für das Organisationsteam reicht eine kurze Liste mit den Entscheidungen, die tatsächlich getroffen wurden: gemeinsame Fahrt angeboten, Essen vorbestellt, Dekoration wiederverwendet. Verzichten Sie auf behauptete Einsparungen, wenn Ihnen dafür keine belastbaren Daten vorliegen. Das gilt besonders für Aussagen wie „klimaneutral“.

Die organisatorischen Fristen können Sie mit der Checkliste zur Firmenweihnachtsfeier verbinden. Nach dem Fest notieren Sie konkret, was übrig blieb und was gefehlt hat. Schreiben Sie beispielsweise auf, welche Buffetbestandteile kaum angerührt wurden und wie viele Tischbänder noch im Karton liegen.

Häufige Fragen

Wie wird eine Weihnachtsfeier nachhaltiger, ohne teuer zu werden?

Nutzen Sie vorhandene Dekoration, bestellen Sie Essen nach verbindlichen Rückmeldungen und prüfen Sie kurze gemeinsame Wege. Zusätzliche als nachhaltig beworbene Produkte müssen dafür nicht angeschafft werden.

Müssen bei einer nachhaltigen Weihnachtsfeier alle vegan essen?

Ein vollständig veganes Essen ist eine mögliche Entscheidung, aber keine Voraussetzung für jeden Schritt in diese Richtung. Eine attraktive pflanzliche Auswahl und eine verlässliche Vorbestellung sind ein praktikabler Einstieg.

Was machen wir mit dem Essen, das übrig bleibt?

Vereinbaren Sie schon vor der Feier mit der Küche, ob Mitnahme möglich ist und wie Kühlung und Verpackung organisiert werden. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich am Ende spontan eine sichere Lösung findet.

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Autor:in

Redaktion Weihnachtsfeiern Augsburg

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